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Enemy Alien
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Der Begriff Enemy Alien (zu Deutsch etwa AuslĂ€nder aus FeindlĂ€ndern, oft verkĂŒrzt zu feindlicher AuslĂ€nder) bezeichnet im angloamerikanischen Recht den Angehörigen eines Staates, mit dem sich das Land, in dem er sich aufhĂ€lt, in einem Konflikt â nicht zwangslĂ€ufig Krieg â befindet. Der Begriff wurde vorrangig in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, aber auch im Ersten Weltkrieg verwendet. WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges wurden auch in anderen LĂ€ndern, z. B. Deutschland und Frankreich, Angehörige von Feindstaaten interniert.
Contents
âą Frankreich
âą GroĂbritannien
âą Erster Weltkrieg
âą Australien
âą Neuseeland
âą Erster Weltkrieg
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Rechtsentwicklung bis zum Ersten Weltkrieg
Im Kriegsvölkerrecht war es althergebracht, dass fĂŒr zivile Angehörige eines Feindstaates auf eigenem Boden alle diplomatischen Rechte und nationalen Privilegien ausgesetzt waren. Erstmals wurde dieser Grundsatz von William Blackstone 1766 in seinen Commentaries on the Law of England niedergeschrieben, er verwendete dafĂŒr auch bereits den Begriff Alien Enemy.
1798 erlieĂen die Vereinigten Staaten die Alien and Sedition Acts, darunter den Alien Enemies Act, um die Nation in Folge der XYZ-AffĂ€re auf einen befĂŒrchteten Krieg mit Frankreich vorzubereiten. Im Alien Enemies Act wurde geregelt, dass alle im Feindesland Geborenen ĂŒber 14 Jahren erfasst, festgenommen und aus den USA ausgewiesen werden konnten.
Im Ersten Weltkrieg jedoch wurden die zuvor diskreditierten Internierungslager der Kolonien erstmals in Europa eingesetzt. MaĂgeblich war die Versenkung der Lusitania im Mai 1915. Nur eine Woche spĂ€ter ordnete die britische Regierung die Internierung aller mĂ€nnlichen Deutschen und Angehörigen von Ăsterreich-Ungarn im wehrfĂ€higen Alter als Enemy Alien auf der Isle of Man an. In allen kriegsfĂŒhrenden Nationen wurden in der Folge Ă€hnliche Regelungen getroffen und Lager eingerichtet.
Frankreich
Zweiter Weltkrieg
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden in Frankreich lebende Menschen aus dem Deutschen Reich zu Ă©trangers ennemis (feindlichen AuslĂ€ndern) â egal, ob sie als Emigranten oder als AnhĂ€nger des Naziregimes hier lebten. In der Folge waren sie von unterschiedlichen Verfolgungs- und InternierungsmaĂnahmen betroffen, die vielfach in Auslieferungen an Deutschland endeten.
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Hauptartikel
:
Internierungspraxis in Frankreich (1939â1945)
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Hauptartikel
:
Zwangsarbeit in Frankreich zwischen 1939 und 1945
GroĂbritannien
Erster Weltkrieg
WĂ€hrend des Ersten Weltkrieges gab es eine verbreitete Hysterie gegen Deutsche. Es wurde eine Petition fĂŒr die Inhaftierung von in England lebenden Deutschen gestartet, die 1,25 Millionen EnglĂ€nder unterzeichneten. Es gab eine Massendemonstration am Trafalgar Square gegen Deutsche in GroĂbritannien.
Zweiter Weltkrieg
Seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kamen viele Deutsche als FlĂŒchtlinge vor dem Nazi-Regime nach GroĂbritannien. Ab Kriegsausbruch 1939 wurden diese zunĂ€chst ohne Unterscheidung wie sonstige Angehörige von Feindstaaten Restriktionen unterworfen. Sie durften sich nur in einer Zone von drei Meilen um ihren Wohnort bewegen. Der Besitz von Fahrzeugen, RundfunkgerĂ€ten, Kameras und Landkarten war ihnen verboten.
Ab Mitte September 1939 mussten sich Deutsche und Ăsterreicher einem Tribunal stellen, das den âGrad der LoyalitĂ€tâ feststellte. Sie wurden in eine von drei Kategorien eingestuft:cite-ref-roger-kershaw-1-0[1]
âą Kategorie A: umgehend zu internieren.
⹠Kategorie B: bis auf weiteres von der Internierung ausgenommen, jedoch unter Beobachtung und mit eingeschrÀnkter Bewegungsfreiheit. Unter UmstÀnden wurde Hausarrest verhÀngt.cite-ref-manfred-gans-2-0[2]
⹠Kategorie C: ohne Internierung und ohne BeschrÀnkungen.
Rund 120 örtliche Tribunale prĂŒften vom September 1939 bis zum Februar 1940 rund 74.000 FĂ€lle.cite-ref-roger-kershaw-1-1[1]
Zuerst wurden die Emigranten in Huyton interniert. Am 12. Mai 1940 erfolgte der âgeneral roundupâ; nun wurden auch Personen interniert, die in die Kategorie B oder C eingestuft waren. Nach einer ĂberprĂŒfung der LoyalitĂ€t im Einzelfall konnte die Internierung aufgehoben werden. Einige deutsche StaatsbĂŒrger wurden zu den StreitkrĂ€ften zugelassen, einige wenige wurden sogar als Kampfpiloten gegen Deutschland eingesetzt.
Als die KapazitĂ€t der Lager nicht mehr ausreichte, wurden andere Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Die vergleichsweise isoliert vom britischen Festland gelegene Isle of Man war prĂ€destiniert, da sie als beliebtes Ferienziel auch eine groĂe Anzahl an UnterkĂŒnften bot. Insgesamt wurden 25.000 Emigranten in meist provisorisch eingerichtete Lager auf Inseln eingewiesen.
Als die KapazitĂ€t der britischen Lager erschöpft war, wurden 6564 deutsche und österreichische Internierte nach Kanada und 2500 nach Australien deportiert. Auch in Indien gab es Internierte. In den Internierungslagern in Indien wurden auch Deutsche aus Ceylon und nach dem 9. Mai 1940 solche aus NiederlĂ€ndisch-Indien gefangen gehalten. Diese Deportationen nach Ăbersee hatten fĂŒr einige hundert Menschen tödliche Folgen. Bei der ĂberfĂŒhrung von Internierten nach Kanada wurde das Schiff â die Arandora Star â vom deutschen U-Boot U 47 versenkt. Mehrere hundert deutsche und italienische Gefangene an Bord der Arandora Star ertranken, darunter auch der ehemalige Berliner Stadtverordnete und KPD-Politiker Karl Olbrysch und seine LebensgefĂ€hrtin. Andere, wie Franz Eichenberg, hatten GlĂŒck und wurden von einem kanadischen Zerstörer gerettet. FĂŒr die Betroffenen mehr als strapaziös verlief auch die 57-tĂ€gige Ăberfahrt mit der Dunera nach Australien.
Ende Juli 1940 stoppte jedoch die Regierung die Internierung in GroĂbritannien, Kanada und Australien, die zunehmend als sinnlose Aktion eingeschĂ€tzt wurde. Schrittweise begann die RĂŒckfĂŒhrung der Internierten. Beendet wurde die Internierungsaktion jedoch erst im Herbst 1942.
Australien
In Australien gab es wĂ€hrend des Ersten Weltkrieges als gesetzliche Grundlage den War Precautions Act 1914, der auf die Eigenschaft Australiens als VerbĂŒndeter mit England und die mögliche GefĂ€hrdung australischer Interessen abhob. 7.000 Personen wurden danach interniert, von denen 4.500 als Enemy Aliens galten. AuĂerdem sandten die Briten Enemy Aliens aus kleinen sĂŒdasiatischen Besitzungen zur Internierung nach Australien.cite-ref-naainternment-4-0[4] Viele zunĂ€chst eröffnete kleinere Lager wurden 1915 zugunsten einer Unterbringung in gröĂeren geschlossen. Das gröĂte war das Holsworthy-Internierungslager in New South Wales.cite-ref-5[5]
Ăhnlich galt im Zweiten Weltkrieg der National Security Act of 1939. Etwa 7000 Einwohner wurden zwischen 1939 und 1946 interniert.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] AuĂerdem wurden in Australien ca. 8.000 weitere internierte Personen aus den Niederlanden und England und dessen Kolonialgebieten im pazifischen Raum gefangen gehalten (vgl. z. B. die Geschichte des Truppentransporters Dunera).
Neuseeland
Trotz einer restriktiven Einwanderungspolitik konnten zwischen 1933 und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs etwa 1100 FlĂŒchtlinge aus Zentral- und Osteuropa nach Neuseeland einreisen, darunter etwa 900 aus Deutschland und Ăsterreich. Die meisten von ihnen wurden wĂ€hrend der Kriegsjahre zu Enemy Aliens erklĂ€rt.cite-ref-ann-beaglehole-8-0[8] ZusĂ€tzlich zu einigen fremdenfeindlichen Tendenzen innerhalb der neuseelĂ€ndischen Gesellschaft und der Furcht, die FlĂŒchtlinge könnten sich als fĂŒnfte Kolonne ihrer HerkunftslĂ€nder entpuppen, schufen die 1940 verabschiedeten Aliens Energency Regulations die Voraussetzungen dafĂŒr, dass die Regierung AuslĂ€nder kontrollieren, internieren oder ausweisen konnte.
âDiese Vorschriften schrĂ€nkten den Besitz von GegenstĂ€nden wie z. B. Waffen, Landkarten, Kurzwellenradios, Kameras und Röntgenapparate ein. Gewisse Wohnorte waren den âEnemy Aliensâ ebenfalls verboten. Es wurde ihnen die Verpflichtung auferlegt, sich bei der Polizei zu melden, und AuslĂ€nder in einer eingeschrĂ€nkten Kategorie mussten eine Genehmigung einholen, wenn sie sich mehr als vierundzwanzig Meilen von ihrem ĂŒblichen Wohnsitz entfernen wollten bzw. mit einer mehr als vierundzwanzigstĂŒndigen Abwesenheit von dort rechneten. FlĂŒchtlinge waren ferner von gewissen Berufen und vor allem von den StreitkrĂ€ften ausgeschlossen.â
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Ann Beaglehole
:
FlĂŒchtlinge aus Nazi-Deutschland und -Ăsterreich 1933â1945
, S. 51
Beaglehole geht davon aus, dass diese EinschrĂ€nkungen den meisten FlĂŒchtlingen keine gröĂeren Probleme bereitet haben, dass sie aber dennoch unter Drangsalierungen und Bespitzelungen aus ihrem beruflichen und privaten Umfeld heraus zu leiden hatten. FĂŒr einige FlĂŒchtlinge wurde Neuseeland âzu einem unbehaglichen Zufluchtsort, der AnklĂ€nge an den Nazismus hatte, dem sie zu entkommen gesucht hattenâ.cite-ref-9[8.1]
Vereinigte Staaten
Der Alien Enemy Act von 1798, der heute noch als Kap. 50 des United States Code gĂŒltig ist, gibt dem US-PrĂ€sidenten das Recht, die Verhaftung und Abschiebung jedes AuslĂ€nders zu befehlen, der BĂŒrger eines Landes ist, mit dem sich die Vereinigten Staaten im Kriegszustand befinden (siehe auch âAlien and Sedition Actsâ). Eine Neuformulierung erfolgte 1918.cite-ref-us-aea-10-0[9]
Erster Weltkrieg
Nach dem Kriegseintritt Amerikas am 6. April 1917cite-ref-11[10] verfĂŒgte PrĂ€sident Woodrow Wilson auf der Basis des Alien Enemy Act eine Reihe von EinschrĂ€nkungen gegenĂŒber den in den USA lebenden deutschen StaatsbĂŒrgern, die ihre VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber ihr Eigentum ebenso einschrĂ€nkten wie ihre Bewegungsfreiheit. Es gab verbotene Zonen, die sie nicht mehr betreten durften, sie mussten sich bei der Polizei oder den Postmeistern der USA registrieren lassen, es war ihnen verboten, GerĂ€te zur NachrichtenĂŒbermittlung, Radios und Schusswaffen usw. zu besitzen. Diese MaĂnahmen wurden im Dezember 1917 auch auf Personen aus Ăsterreich-Ungarn und vom April 1918 an auf alle feindlichen AuslĂ€nder ausgedehnt. VerstöĂe wurden hart geahndet, Polizeirazzien waren an der Tagesordnung. Es kam zu ĂŒber 10.000 Verhaftungen, die zu Untersuchungen fĂŒhrten, aber meistens bald zu Entlassungen auf BewĂ€hrung. FĂŒr die Verhafteten selbst war es eine demĂŒtigende Erfahrung, die hĂ€ufig zum Verlust des Arbeitsplatzes fĂŒhrte, zum Verlust des sozialen Ansehens oder der Wohnung.
Vom Kriegsministerium wurden etwa 2300 Personen als âgefĂ€hrliche feindliche AuslĂ€nderâ in zwei Lagern dauerhaft interniert: in Fort Oglethorpe (Georgia) und in Fort Douglas (Utah). Die ĂŒberwiegende Mehrheit waren deutsche Staatsangehörige oder Ăsterreicher, denen besondere IlloyalitĂ€t gegenĂŒber den USA unterstellt wurde. Nur 8 Prozent von ihnen verbrachten eine lĂ€ngere Zeit in Haft und wahrscheinlich sogar nur etwa 2 Prozent wurde fĂŒr die Dauer des Krieges oder lĂ€nger interniert.
Rund 10 Prozent der 2300 Internierten waren wohlhabende, in Deutschland geborene Einwanderer, die im Verdacht standen, illoyal zu sein oder prodeutsche Propaganda zu finanzieren.cite-ref-12[11] Der gröĂte Teil der Internierten aber bestand aus einfachen Arbeitern, BedĂŒrftigen und Arbeitslosen. Ihr einziges âVerbrechenâ bestand allenfalls darin, AnhĂ€nger einer radikalen Politik oder an Arbeitsunruhen beteiligt gewesen zu sein. Zu diesen 2300 Internierten hinzu kamen bis zu 2800 Marineangehörige, die der Verletzung der amerikanischen NeutralitĂ€t angeklagt waren, sowie Angehörige der Handelsmarine, die nach dem 6. April 1917 in amerikanischen HĂ€fen oder in LĂ€ndern, in denen die USA als Kolonialmacht agierte (Philippinen, Hawaii, Guam und Puerto Rico) gefangen genommen worden waren. Weitere Internierte kamen aus SĂŒd- und Lateinamerika in die USA, wo sie auf US-amerikanischen Druck hin festgenommen worden waren.
Die Freilassung oder RĂŒckfĂŒhrung der Internierten erfolgte ab dem November 1918, wenn auch sehr langsam. Erst im MĂ€rz 1920 konnte die Schweizer Delegation in Washington der deutschen Regierung mitteilen, dass keine deutschen StaatsbĂŒrger mehr in den USA festgehalten wĂŒrden. In der Zwischenzeit war innenpolitisch in den USA der Ăbergang erfolgt von der âEnemy-Alien-Hysterieâ zur Angst vor einer âRoten Gefahrâ, die die neue BegrĂŒndung fĂŒr die zögerliche Entlassung der letzten Internierten lieferte, da diese nun als zu radikal und gefĂ€hrlich galten, um auf BewĂ€hrung entlassen zu werden.cite-ref-13[12]
Zweiter Weltkrieg
Der Immigration Act of 1924 bildete die Grundlage fĂŒr eine weitgehend fremdenfeindliche Einwanderungspolitik der USA, unter der in den 1930er Jahren vor allem auch deutsch-jĂŒdische Emigranten zu leiden hatten â verstĂ€rkt durch starke antisemitische Tendenzen innerhalb der amerikanischen Gesellschaft. Nach einer kurzen Lockerung der Einreisebestimmungen im Jahre 1938 kehrte die Roosevelt-Administration von 1939 an âangeblich als Reaktion auf die Angst vor subversiven Elementen unter den Einwanderernâcite-ref-14[13] wieder zu einer restriktiveren Einwanderungspolitik zurĂŒck, durch die es bis 1941 fast unmöglich geworden war, âeinen legalen Zugang zu den Vereinigten Staaten zu erhalten, eine bĂŒrokratisch bedingte Situation, die durch den Krieg noch komplizierter wurdeâ.cite-ref-15[14]
Nachdem Roosevelt selbst die Furcht vor Spionen unter den deutschen Emigranten, und insbesondere unter den jĂŒdischen, weiter angeheizt hatte, war es nur noch ein kleiner Schritt zum Alien Registration Act of 1940, der auch unter dem Namnen Smith Act in die Geschichte eingegangen ist.cite-ref-16[15] Durch ihn wurden alle im Ausland geborenen Menschen, die Ă€lter als 14 Jahre waren und noch nicht die amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft besaĂen, zur Registrierung bei einer Bundesbehörde verpflichtet. âDie US-Regierung propagierte das Gesetz als MaĂnahme zum Schutz loyaler AuslĂ€nder, und als solches erhielt es viel Aufmerksamkeit und allgemeine UnterstĂŒtzung in den Medien, einschlieĂlich der deutsch-jĂŒdischen FlĂŒchtlingspresse.âcite-ref-17[16]
Der Alien Enemy Act und der Alien Registration Act bildeten die Grundlage fĂŒr die PrĂ€sidialproklamationen 2525â2527, deren erste am 7. Oktober 1941 von PrĂ€sident Roosevelt in Kraft gesetzt wurde. Sie war die Folge des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor und betraf nur Japaner auf dem amerikanischen Territorium. Die beiden im Dezember 1941 folgenden Proklamationen â als Reaktion auf die KriegserklĂ€rungen Deutschlands und Italiens gegen die USA â erweiterten den Kreis der Betroffenen. Alle drei erklĂ€rten die auf amerikanischem Hoheitsgebiet sich aufhaltenden Menschen japanischer (Proklamation 2525), deutscher (Proklamation 2526) und italienischer (Proklamation 2527) Herkunft zu Enemy Aliens und schufen Regelungen zum Umgang mit ihnen:cite-ref-us-aea-10-1[9]
âą Enemy Aliens in den USA und Alaska unterlagen fortan der Kontrolle durch das Justizministerium. In Hawaii, den Philippinen und der Panamakanalzone waren sie dem Kriegsministerium unterstellt.
âą Alle Betroffenen wurden aufgefordert, sich bei der US-Regierung als Enemy Aliens registrieren zu lassen.
⹠Die Proklamationen legten allgemeine Vorschriften zur EinschrÀnkung ihrer AktivitÀten fest und erlaubten die Einrichtung von Zonen, aus denen sie evakuiert werden konnten.
âą Die Proklamationen genehmigte ausdrĂŒcklich die Festnahme und Internierung fĂŒr die Dauer des Krieges, wenn ein Enemy Alien als potenziell gefĂ€hrlich fĂŒr den Frieden und die Sicherheit der USA angesehen wurde.
âą Mitte Januar 1942 erfolgte die Aufforderung, sich binnen einer Woche eine neue Kennkarte ausstellen zu lassen, die dann immer mitgefĂŒhrt werden musste. Die im Zuge der Ausstellung der Kennkarte erhobenen Daten wurden an das FBI weitergegeben, das zuvor schon eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung der Personen gespielt hatte, die als Enemy Aliens betrachtet wurden.cite-ref-18[17]
Die amerikanischen StaatsbĂŒrger japanischer Abstammung (sogenannte Enemies Non-alien) waren von diesen MaĂnahmen zunĂ€chst am stĂ€rksten betroffen. Im Rahmen der Internierung japanischstĂ€mmiger Amerikaner wurden diese von der WestkĂŒste unter Zwang in Internierungslager umgesiedelt. Etwa 120.000 Menschen japanischer Abstammung landeten in Camps; 65 % von ihnen waren amerikanische StaatsbĂŒrger. âDie Politik gegen die japanischen und japanisch-amerikanischen BĂŒrger an der WestkĂŒste war rassistisch und politisch begrĂŒndet und hatte wenig mit der tatsĂ€chlichen militĂ€rischen Notwendigkeit zu tun.âcite-ref-19[18] Krammer berichtet unter Bezug auf die gesamte USA, dass alleine Ende 1941 bereits Tausende zu Verhören festgehalten worden seien und das Justizministerium 60.000 Enemy Aliens zu Verhören einbestellt habe. Die Verhöre fanden durch sogenannte Civilian Alien Enemy Hearing Boards, die fĂŒr jeden Betroffenen eine von drei Empfehlungen abgeben konnten: Bedingungslose Freilassung; Freilassung auf BewĂ€hrung (verbunden mit zweimaligen wöchentlichen Meldungen); Internierung.cite-ref-20[19] Von den MaĂnahmen betroffene Deutsche waren zunĂ€chst diejenigen, âdie als politisch besonders gefĂ€hrlich erschienen, also Personen, die Deutschland seit Hitlers Machtergreifung besucht hatten, oder diejenigen, die die von der deutschen Regierung zu einem Ă€uĂerst gĂŒnstigen Kurs angebotene ,RĂŒckwanderermarkâ erworben hatten und damit zur RĂŒckkehr nach Deutschland animiert werden sollten. Das amerikanische Justizministerium wertete solche Investitionen in die Volkswirtschaft des Feindes als ein deutliches Anzeichen von IlloyalitĂ€t. Danach ging man eher unsystematisch vor.âcite-ref-21[20]
WĂ€hrend Schenderlein nichts von Internierungen deutscher und italienischer FlĂŒchtlinge berichtet, wurde in einem Dokumentarfilm des Bayerischen Fernsehens 2007 darauf hingewiesen, dass es alleine fĂŒr die Internierung Deutscher in den Vereinigten Staaten wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges ĂŒber 50 verschiedene Lager gegeben habe, darunter auf Ellis Island.cite-ref-22[21] Ein Teil der Internierten sei sogar repatriiert worden, um sie gegen amerikanische Kriegsgefangene in Deutschland auszutauschen.cite-ref-23[22] Arnold Krammer, der sich bereits 1996 mit den Internierungen in den USA wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzte, konstatierte, âdaĂ die Geschichte der 7041 deutschen Internierten, die zusammen mit ihren Familien, internierten Seeleuten und AuslĂ€ndern aus Lateinamerika eine Gesamtzahl von 25655 ergeben, kaum bekannt ist. [âŠ] Hervorzuheben ist auch, daĂ die Zahl der Internierten gering war im VerhĂ€ltnis zur Zahl derer, die ihr Leben unbehelligt fortsetzen konnten.âcite-ref-24[23]
UnabhĂ€ngig davon weist Schenderlein darauf hin, dass die FlĂŒchtlinge an der WestkĂŒste von den Proklamationen stĂ€rker betroffen waren als die an der OstkĂŒste und beschreibt die Auswirkungen der Proklamationen am Beispiel von Kalifornien:
âVor allem in Kalifornien, mit seiner Konzentration von RĂŒstungsindustrie, MilitĂ€rstandorten und einem groĂen japanischen Bevölkerungsanteil, war der Begriff âfeindlicher AuslĂ€nderâ zu einem âSchlagwortâ geworden, das von der Presse immer wieder verwendet wurde, um auf die Gefahren durch feindliche AuslĂ€nder hinzuweisen, realen oder eingebildeten. Die Anspannung um Menschen japanischer Abstammung erreichte durch Berichte ĂŒber angebliche Sabotage und andere subversive AktivitĂ€ten teilweise hysterische AusmaĂe. Auch wenn der Begriff âfeindlicher AuslĂ€nderâ hauptsĂ€chlich in Bezug auf japanische Menschen verwendet wurde (ohne Unterscheidung nach ihrem Staatsangehörigkeitsstatus), und selten auf deutsche oder italienische âAuslĂ€nderâ, fĂŒrchteten einige deutsch-jĂŒdische FlĂŒchtlinge dennoch um ihre eigene Sicherheit und befĂŒrchteten, dass die Leute nicht die notwendigen Unterscheidungen machen könnten. Immerhin schrieb ein FlĂŒchtlingsvertreter: âșWenn jemand offensichtlich als Feind behandelt wird, dann muss etwas dran sein.âč Schilder in Restaurants mit der Aufschrift âșFeindliche AuslĂ€nder drauĂen bleibenâč nĂ€hrten diese Ăngste und schufen Situationen, die beunruhigend an das erinnerten, was die FlĂŒchtlinge in Deutschland erlebt hatten, als ihre Landsleute Schilder mit dem Hinweis âșNicht-Arier drauĂen bleibenâč aufgestellt hatten.âcite-ref-25[24]
Gegen all diese MaĂnahmen gab es auch heftige Proteste jĂŒdischer Vereinigungen â aber ebenso eine Vielzahl von Aktionen, mit denen sich die sich nicht mehr als Emigranten definierenden FlĂŒchtlinge nun ihre unbedingte LoyalitĂ€t als Immigranten unter Beweis stellen wollten.
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Hauptartikel
:
Die AktivitÀten der
Immigrants' Conference
Im Februar und MĂ€rz 1942 konnten Vertreter der FlĂŒchtlinge vor dem Tolan Committee sprechen,cite-ref-26[25] an der WestkĂŒste erhielten sie UnterstĂŒtzung durch den kalifornischen Gouverneur Culbert Olson und den BĂŒrgermeister von Los Angeles, Fletcher Bowron. âLetztendlich wurde keine Umsiedelung von deutschen und italienischen AuslĂ€ndern vorgenommen. WĂ€hrend diese Entscheidung im Gegensatz zu der gegen die Japaner viel mit dem Fehlen eines ausgeprĂ€gten Rassismus gegen die europĂ€ischen âAuslĂ€nderâ zu tun hatte, war die offizielle Schlussfolgerung stattdessen, dass es nicht realistisch wĂ€re, alle deutschen und italienischen feindlichen AuslĂ€nder umzusiedeln und zu internieren, wenn man den Krieg gewinnen wolle.âcite-ref-27[26] Sichtbarstes Zeichen fĂŒr diesen Wandel dĂŒrfte die 1943 begonnene Anwerbung deutscher Emigranten fĂŒr das MilitĂ€r und das Office of Strategic Services gewesen sein, darunter auch Herbert Marcuse.
Gleichwohl gab es in den Jahren 1942 und 1943 an der WestkĂŒste immer wieder VorstöĂe zur VerschĂ€rfung der Restriktionen. NĂ€chtliche Ausgangssperren wurden verhĂ€ngt, und ebenso Reisen auf einen sehr engen Kreis um den Wohnort herum beschrĂ€nkt. Letztlich nicht zum Tragen kam die vom Verteidigungskommandeur der WestkĂŒste angeordnete Umsiedlung aller in der MilitĂ€rzone 1 lebenden Enemy Aliens deutscher und italienischer Abstammung im KĂŒstenbereich von Kalifornien, Washington und Oregon sowie in SĂŒdkalifornien und Arizona an der Grenze zu Mexiko. Dass manches angeordnet, dann aber nicht umgesetzt wurde, fĂŒhrt Schenderlein auch darauf zurĂŒck, dass die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die Enemy Aliens von einer ursprĂŒnglich zustĂ€ndigen zivilen Behörde im Februar 1942 auf das Kriegsministerium ĂŒbertragen worden war. Die MilitĂ€rbehörde habe keine Sympathien fĂŒr die Enemy Aliens gehegt und deren Belange strikt den von ihr definierten militĂ€rischen Notwendigkeiten untergeordnet. So erwiderte etwa ein hoher MilitĂ€r auf eine Eingabe einer FlĂŒchtlingsorganisation aus Los Angeles wegen der nĂ€chtlichen Ausgangssperren, âdass es sicherlich bedauerlich sei, dass Zivilisten âunbeabsichtigte Nachteileâ zu ertragen hĂ€tten, die sich aus dem Krieg ergeben, aber dass Ihnen âals ehemalige Opfer einer schrecklichen Verfolgung, der Sie erst kĂŒrzlich entkommen sind, die gegenwĂ€rtigen Unannehmlichkeiten, zwischen 20 Uhr und 6 Uhr in Ihrem Haus zu bleiben, im Vergleich dazu unbedeutend erscheinen mĂŒsstenâ.âcite-ref-28[27]
WĂ€hrend nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Internierten mit japanischen Wurzeln relativ zĂŒgig entlassen wurden, bestand fĂŒr viele Deutsche unter den Internierten ihr Status als Enemy Aliens fort. âAls der Krieg in Europa im Mai 1945 zu Ende war und viel Schiffsladeraum frei wurde, erklĂ€rte der neue PrĂ€sident Harry Truman, dass die Vereinigten Staaten keinen Platz mehr fĂŒr unzuverlĂ€ssige Einwohner hĂ€tten. Obwohl feindliche AuslĂ€nder nach Beendigung des Krieges nicht lĂ€nger Feinde waren, verfĂŒgte Truman unter Berufung auf den Enemy Alien Act von 1789, dass alle AuslĂ€nder, die wĂ€hrend des Krieges als gefĂ€hrlich eingestuft worden waren, jetzt repatriiert werden sollten â freiwillig oder unfreiwillig â, denn sie wurden nach wie vor als höchst unerwĂŒnscht betrachtet. Internierte, auf die diese Bestimmung zutraf, wurden davon am 24. Juli 1945 einzeln in Kenntnis gesetzt. Insgesamt schob das Justizministerium ungefĂ€hr 500 deutsche Internierte ab â darunter 318 Insassen aus Ft. Lincoln und 80 aus Crystal City.âcite-ref-29[28] 1947 befanden sich in Crystal City immer noch 600 Deutsche, von denen in der Folgezeit 380 freigelassen wurden. Die ĂŒbrigen 220 wurden nach Ellis Island gebracht und sollten von dort aus nach Deutschland abgeschoben werden. Ăberraschend fiel im Juni 1947 eine Entscheidung gegen weitere Deportationen. âDamit war das ganze Enemy Alien Program abgeschlossen, und alle noch auf Ellis Island Internierten wurden entlassen.âcite-ref-30[29]
Literatur
âą Waltraud Strickhausen: GroĂbritannien. In: Claus-Dieter Krohn (Hrsg.): Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933â1945. Wissenschaftliche Buchgesellschaft WBG, Darmstadt 1998, S. 251â270.
âą Alfred Fleischhacker (Hrsg.): Das war unser Leben, Erinnerungen und Dokumente zur Geschichte der FDJ in GroĂbritannien 1939â1946. Verlag Neues Leben, Berlin 1996, ISBN 3-355-01475-3.
âą Arnold Krammer: Feinde ohne Uniform. Deutsche Zivilinternierte in den USA wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges. In: Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte. Jahrgang 44, Heft 4, 1996.
âą Max Zimmering: Die unfreiwillige Weltreise. Kinderbuchverlag, Berlin 1956.
âą Bohdan S. Kordan: Enemy Alien â prisoners of war. Internment in Canada during the Great War. Montreal 2002.
âą Anne Schenderlein: German Jewish âEnemy Aliensâ in the United States during the Second World War. In: Bulletin of the German Historical Institute (GHI). Issue 60, Spring 2017, S. 101 ff.
Weblinks
âą The Enemy Alien Files: Hidden Stories of World War II. (Memento vom 8. Oktober 2009 im Internet Archive). In: ailf.org. Ausstellung des American Immigration Law Center (englisch).
âą Karen E. Ebel: German American Internees in the United States during WWII. (Memento vom 15. September 2010 im Internet Archive). In: traces.org.
âą German American Internee Coalition. GAIC, gegr. 2005.
âą The Enemy Alien Files â Hidden Storys of World War II. (Memento vom 1. Mai 2010 im Internet Archive). In: enemyalienfiles.org. The Enemy Alien Files Consortium, 2007 (englisch).
âą Alexander Stephan: Enemy Alien. Die Ăberwachung des exilierten Komponisten Hanns Eisler durch FBI, HUAC und INS. In: Marten van Dijk: Iâm still here = Ich bin noch da. Digitalisat.
âą Peter Rau: @1@2Vorlage:Toter Link/www.die-linke-weissenburg.deDie »Dunera«-AffĂ€re. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) Zur Internierung deutscher âfeindlicher AuslĂ€nderâ aus GroĂbritannien und ihrer Verschiffung nach in Australien. In: Junge Welt. 7. September 2010.
âą Christiane Kolbet: Die Internierung deutscher Juden in Australien. In: haGalil.com. 29. Juni 2000.
âą Internees. In: nationalarchives.gov.uk. Datenbank mit Internierten des Ersten und Zweiten Weltkriegs in GroĂbritannien.
Einzelnachweise
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cite-note-33. â Katja Iken: Zweiter Weltkrieg. Treue Feinde. In: Spiegel.de. 27. Juli 2008, abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
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cite-note-55. â Der Erste Weltkrieg. Internierung. (Memento vom 7. MĂ€rz 2016 im Internet Archive). In: germanaustralia.com. 2001, abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
cite-note-66. â Enemy Aliens. The Internment of Italian Migrants in Australia during the Second World War. In: connorcourt.com. Connor Court Publishing Online Bookshop, 2005, archiviert vom Original am 20. Juli 2008; abgerufen am 13. MĂ€rz 2023 (englisch).
cite-note-77. â Tatura World War 2. Wartime Camps & Irrigation Museum. (Memento vom 31. August 2000 im Webarchiv archive.today) In: users.mcmedia.com.au. 1. Mai 1997, abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
cite-note-ann-beaglehole-88. â Ann Beaglehole: FlĂŒchtlinge aus Nazi-Deutschland und -Ăsterreich 1933â1945. In: James N. Bade (Hrsg.): Im Schatten zweier Kriege. Deutsche und Ăsterreicher in Neuseeland im zwanzigsten Jahrhundert. Edition Temmen, Bremen 2005, ISBN 3-86108-055-9, S. 42â60.
cite-note-us-aea-109. â Alien Enemies Act and Related World War II. Presidential Proclamations. In: gaic.info. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
cite-note-1110. â Die nachfolgenden AusfĂŒhrungen ĂŒber Enemy Aliens wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs folgen, soweit nichts anderes angegeben ist, der folgenden Webseite, die auch ĂŒber die Internierungspraktiken in Deutschland und in GroĂbritannien informiert: Matthew Stibbe: International Enemy Aliens and Internment. Internment in the United States. In: encyclopedia.1914-1918-online.net. International Encyclopedia of the First World War, abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
cite-note-1312. â Diese These geht zurĂŒck auf Jörg Nagler: Nationale MinoritĂ€ten im Krieg. âFeindliche AuslĂ€nderâ und die amerikanische Heimatfront wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs. Hamburger Edition, Hamburg 2000, ISBN 978-3-930908-61-5.
cite-note-1413. â Anne Schenderlein: German Jewish âEnemy Aliensâ in the United States during the Second World War. S. 102. â[âŠ], now ostensibly in response to fears of subversive elements among the immigrants.â
cite-note-1514. â Anne Schenderlein: German Jewish abgerufen am in the United States during the second WORLD WAR, S. 102. â[âŠ], it had become almost impossible to gain legal entrance to the United States, a bureaucratically induced situation further complicated by the war.â
cite-note-1615. â Einen guten Ăberblick ĂŒber den zeitlichen Ablauf aller gegen die Enemy Aliens gerichteter MaĂnahmen ab dem Smith Act gibt das Dokument Timeline: Japanese Americans during World War II, auch wenn sein Schwerpunkt die gegen japanischstĂ€mmige Menschen gerichteten staatlichen AktivitĂ€ten sind. Das Dokument Glossary erklĂ€rt einige wichtige Begriffe aus diesem Umfeld.
cite-note-1716. â Anne Schenderlein: German Jewish âEnemy Aliensâ in the United States during the Second World War. S. 108. âThe U.S. government promoted the Act as a measure protecting loyal aliens, and as such it received much publicity and overall support in the media, including the German Jewish refugee press.â
cite-note-1817. â Arnold Krammer: Feinde ohne Uniform. S. 587, zur Rolle des FBI siehe S. 584 ff.
cite-note-1918. â Anne Schenderlein: German Jewish âEnemy Aliensâ in the United States during the Second World War. S. 109. âThe policies against the Japanese and Japanese-American citizens on the West Coast were rooted in racism and politics and had little to do with actual military necessity.â
cite-note-2019. â Arnold Krammer: Feinde ohne Uniform. S. 584 ff.
cite-note-2120. â Arnold Krammer: Feinde ohne Uniform. S. 586.
cite-note-2221. â Ellis Island on Christmas Eve, December 24, 1943. (Memento vom 10. Januar 2010 im Internet Archive). In: foitimes.com. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2023. Siehe auch: Known Locations of Internment Camps and Detention Centers that held German American Internees in the United States during World War II. In: foitimes.com. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
cite-note-2322. â Bayerisches Fernsehen: Dokumentarfilm: Nazis wider Willen. (Memento vom 16. Mai 2010 im Internet Archive). In: br-online.de. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2023. Vorstellung des Films von Michaela Kirst, ausgestrahlt am 20. Januar 2010.
cite-note-2423. â Arnold Krammer: Feinde ohne Uniform. S. 603.
cite-note-2524. â Anne Schenderlein: German Jewish âEnemy Aliensâ in the United States during the Second World War. S. 110â111. âEspecially in California, with its concentration of defense industries, military sites, and a large Japanese population, the term âenemy alienâ had become âa headline sloganâ, used repeatedly by the press to point out the danger of enemy aliens, real or imagined. The tension over people of Japanese descent reached at times hysterical dimensions, with reports about alleged sabotage and other subversive activities. Even though the term âenemy alienâ was mainly employed to refer to Japanese (with no distinction as to their citizenship status) and rarely to German or Italian âaliensâ, some German Jewish refugees feared for their own safety, concerned that people might not make the necessary distinctions. After all, one refugee representative wrote, âif somebody is obviously treated as an enemy, then there must be something to it.â Signs in restaurants saying âenemy aliens keep outâ lent credence to these fears, creating situations disturbingly reminiscent of what the refugees had experienced in Germany, when their countrymen had posted signs saying ânon-Aryans keep outâ.â
cite-note-2625. â Jewish response to incarceration. In: encyclopedia.densho.org. 8. Oktober 2020, abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
cite-note-2726. â Anne Schenderlein: German Jewish âEnemy Aliensâ in the United States during the Second World War. S. 112. âUltimately, no removal of German and Italian aliens was carried out. While this decision had much to do with the absence of pronounced racism against the European âaliensâ in contrast to that against the Japanese, the official conclusion was instead that it would not be realistic to relocate and intern all German and Italian enemy aliens if one wanted to win the war.â
cite-note-2827. â Anne Schenderlein: German Jewish âEnemy Aliensâ in the United States during the Second World War. S. 115. âThe chief of the Wartime Civil Control Administration, Tom C. Clark, for example, responded to a plea by the Los Angeles refugee organization that it was certainly regrettable that civilians had to endure âincidental inconveniencesâ resulting from war but that âas past victims of a persecution as terrifying as that from which you have so lately escaped, the present inconveniences of remaining in your house between 8 p.m. and 6 a.m. must seem insignificant by comparisonâ.â
cite-note-2928. â Arnold Krammer: Feinde ohne Uniform. S. 598. Krammer befasst sich in seinem Artikel auch sehr ausfĂŒhrlich mit dem Internierungslager Crystal City. Zum Crystal City Internment Camp siehe den gleichlautenden Artikel in der englischen WIKIPEDIA oder: Crystal City (detention facility). In: encyclopedia.densho.org. 5. Oktober 2020, abgerufen am 13. MĂ€rz 2023. Sehr ausfĂŒhrlich und mit Bildmaterial: NATIONAL REGISTER OF HISTORIC PLACES: Crystal City Internment Camp. (Memento vom 16. Februar 2017 im Internet Archive). In: nps.gov. United States Department of the Interior, National Park Service. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2023.
cite-note-3029. â Arnold Krammer: Feinde ohne Uniform. S. 599.